Loops basiert auf der Implementierung eines landschaftlichen Netzwerks aus Wegeverbindungen.
Die als Grundstruktur des Campus fugierende Idee integriert so alle bestehenden sowie zukünftigen Programme in ein konsistentes räumliches System. Die Wege übernehmen dabei nicht nur eine erschließende Funktion, sondern wirken als generative Elemente, die durch ihre Ausformulierung und Verdichtung neue räumliche Sequenzen und programmatische Zwischenzonen erzeugen.
Die daraus entwickelte Netzstruktur differenziert sich in Haupt- und Nebenloops, die entsprechend ihrer jeweiligen funktionalen Anforderungen unterschiedliche Mobilitätsgeschwindigkeiten und Nutzungsprofile aufnehmen. Diese Hierarchisierung ermöglicht eine präzise Steuerung von Personen-, Material- und Aktivitätsflüssen und ermöglicht eine hochgradig flexible Organisation des Campus.
Common Grove als verdichteter, strukturierter Baumbestand mit klar definierten Lichtungen und Sichtachsen sowie Open Fields als offene, topografisch modulierte Wiesenlandschaft bilden zwei räumliche Schwerpunkte. Diese kontrastierende Struktur erzeugt einen kontinuierlichen Gradienten zwischen Dichte und Offenheit und ermöglicht die zonierte Einbindung unterschiedlicher Programminhalte.
Vielfältigen Bewegungsformen in der World of Sports.
Vom alltäglichen Arbeitsweg über logistische Prozesse bis hin zum Sport werden alle Bewegungen als gleichwertige Bestandteile eines umfassenden System verstanden. Diese werden in das Loop-Netz integriert und über eine differenzierte Wegekategorie sowie digitale Orientierungssysteme organisiert.
Der Sport ist nie nur als additive Funktion, sondern als raumbildender Bestandteil der Gesamtstruktur konzipiert. Unterschiedliche Sporttypologien werden gezielt in den Campus eingebettet und in räumliche Cluster gesetzt, die sowohl spezialisierte Anlagen als auch informelle Bewegungsräume umfassen. Dadurch entsteht ein kontinuierlich aktivierter Raum mit hoher Nutzungsdichte und Flexibilität.
Die Gesamtstruktur ist auf eine prozesshafte Entwicklung ausgelegt, die sukzessive Erweiterungen, Anpassungen und Verdichtungen ermöglicht. Das System der Loops fungiert dabei als stabile Grundmatrix, die langfristige Entwicklungen integriert, ohne das Gefühl des Campus zu verlieren.