Als lineares stadträumliches Element definiert die Nordpromenade das nördliche Seeufer und nimmt die Idee eines kontinuierlichen Rundwegs um den See auf. Diese Verbindung ist Teil des übergeordneten Konzepts der Seestadt, in dem öffentliche Räume, Parks und Straßen die urbane Lesbarkeit und Nutzungsvielfalt gewährleistet.
Die Promenade ist dabei nicht nur als Erschließung zu verstehen, sondern als aktiver Stadtraum, in dem sich die Kante durch gezielte Aufweitungen und Sitzstufenanlagen verdichtet. Diese Eingriffe ermöglichen eine differenzierte Abfolge räumlicher Situationen, die auf angrenzenden Stadtstrukturen und städtischen Schneisen reagieren. Dadurch entsteht ein Split-Level-System aus stadtnahen Ebenen und wassernahen Bereichen, das die topografische und visuelle Erfahrung des Ufers intensiviert.
Ein permeabler Stadtraum im Dialog mit dem See und Yella-Hertzka-Park.
Als Verlängerung der angrenzenden Grünräume konzentriert die Nordpromenade eine Abfolge besonderer Orte mit unterschiedlichen Nutzungsangeboten. Diese Knotenpunkte werden durch die Ausbildung von Subräumen akzentuiert, wodurch eine landschaftliche Struktur entsteht, die Kontinuität und Differenzierung gleichermaßen ermöglicht.
In diesem Sinne vollendet die Nordpromenade die ringförmige Struktur des Seesystems und stärkt die Rolle des Wassers als identitätsstiftende Mitte der Seestadt