KOKOMO

Aspern Seestadt – Seepark

Gemeinsam sind Asperner See und der daran anliegende Seepark das räumliche Herzstück eines neuen Wiener Stadtquartiers.

Mit seinen seichten Übergängen von Blau zu Grün schafft der Park dabei eine neue Beziehung zwischen Stadt und Wasser und entwicklet sich zum Kern der lokalen Identität.

© Hanns Joosten

Das Bild einer vielschichtigen Seenlandschaft.

Indem die modellierte Topografie und geschwungene Uferlinie ein Wechselspiel zwischen Land und Wasser erzeugt, entstehen vielfältige Situationen der Annäherung und des Übergangs wodurch der See als zentrales Element des öffentlichen Raums unmittelbar erlebbar wird.

Die Topografie des Parks ist darauf ausgelegt, die Wahrnehmung einer großflächigen, homogenen Freifläche zu vermeiden, den Raum zu differenzieren. Erhebungen und Senken strukturieren den Landschaftsraum subtil und schaffen eine Sequenz gefasster Situationen, die sich erst im Verlauf der Bewegung schrittweise erschließen. Von einzelnen Standpunkten aus wird so nicht der gesamte Park überblickt, sondern gezielt die Sichtbeziehung zum Wasser etabliert und eine singuläre Wahrnehmung aufgebrochen.

Das Wegesystem folgt dieser fließenden Geometrie und verbindet die unterschiedlichen Zugänge des Quartiers mit dem See entlang der Uferkante.

Höhenlinienplan
© Hanns Joosten

Das Ufer als Alltäglicher Ort.

Entlang des Sees verteilen sich verschiedene Aufenthaltsbereiche. Von offenen, gemeinschaftlich genutzten Flächen bis hin zu ruhigeren, in die Vegetation eingebetteten Bereichen wird die unmittelbare Nähe zum Wasser ermöglicht und das Ufer zu jeder Zeit bespielbar.

Spielflächen sind integraler Bestandteil des landschaftlichen Konzepts und erscheinen nicht als isolierte Elemente. Ihre Geländeformen und Materialien betten sich nahtlos in den Konext ein und schaffen mühelos Möglichkeiten für Bewegung und Spiel. Dadurch entstehen Räume für unterschiedliche Altersgruppen und Aktivitäten, die aktiv oder entspannt genutzt werden können.

© Hanns Joosten

Die Brücke für neue Perspektiven.

Über ihre reine Verbindungsfunktion hinaus wird die Seebrücke zu einem Ort, von dem aus die Landschaft aus neu erlebt werden kann. Die Querung des Wassers macht die Beziehung zwischen den unterschiedlichen Parkbereichen erkennbar wobei die Position der Brücke einen Moment der Verlangsamung erzeugt indem neue Blickbeziehungen zu den Uferbereichen, der Vegetation und den unterschiedlichen Landschaftsräumen des Parks ermöglicht wird. Die Infrastruktur wird dadurch Teil der landschaftlichen Erfahrung.

© Hanns Joosten
  • Projekt
    Aspern Seestadt – Seepark
  • Ort
    Aspern, Wien
  • Team
    KOKOMO mit Treibhaus, 3:0 Landschaftsarchitektur, Werkraum Ingenieure ZT-GmbH
  • Auftraggeber / Bauherr
    Stadt Wien, Wien 3420 Aspern development AG
  • Status
    Realisiert 
  • Leistungsphasen
    1 bis 8
  • Typus
    Park, Spiel
  • Fläche
    48.000m²
  • Fertigstellung
    2015
  • Bausumme
    ca. 5.000.000 €

Zum Hauptprojekt

Aspern Seestadt, Wien