Der Yella-Hertzka-Park bildet als grüner Freiraum einen zentralen Baustein im Stadtgefüge der Seestadt Aspern. Als eigenständiger Parkteil entwickelt er eine klare landschaftliche Geste, die sich aus einer topografisch bewegten Wiesenlandschaft und vielfältig nutzbaren Freiräumen zusammensetzt.
Einen besonderen Anziehungspunkt bildet der Wasserspielbereich mit ebenerdig integrierten Fontänen. In den warmen Monaten verwandeln die aus dem Boden aufsteigenden Wasserstrahlen den Platz in einen lebendigen Treffpunkt, an dem spontanes Spielen, Bewegung und der unmittelbare Kontakt mit Wasser ein generationenübergreifendes Freizeiterlebnis schaffen. Da auf starre Spielstrukturen verzichtet wird, bleibt der Bereich flexibel nutzbar und eignet sich gleichermaßen als Spielraum wie als offene Fläche für alltägliche Aktivitäten oder informelle Veranstaltungen. So entsteht ein identitätsstiftender Ort für die Nachbarschaft.
Die Grundidee des Parks besteht aus einer sanft modellierten, extensiven Wiesenlandschaft.
In dieser liegen fünf Parkinseln als wohnungsnahe Freiräume. Jede Insel entwickelt ihren eigenen Charakter und bietet unterschiedliche Möglichkeiten zum Spielen und Verweilen. Umgeben von großzügigen, nutzungsoffenen Grünflächen fördern diese Bereiche sowohl das freie Spiel als auch die alltägliche Aneignung durch Familien und Anwohner. Kleinere Staudeninseln sowie ein lockerer Schleier aus unterschiedlichen Gehölzen durchziehen den Park und schaffen Räume mit wechselnden Atmosphären. So entwickelt sich ein fein abgestimmtes Gefüge aus Offenheit und räumlicher Fassung.
In den verschiedenen Spielbereichen sticht eine Landschaft aus geschwungenen, intensiv blau gestalteten Hügeln hervor. Mehr als ein klassisches Spielgerät lädt diese künstlich modellierte Topografie zu vielfältigen Nutzungen ein.
Neben Laufen, Klettern, Rutschen und Ausruhen wird der Bereich auch auch von Radfahrenden und Skateboardfahrenden genutzt, die die Durch ihre fließenden Geländeformen für kleine Fahrmanöver und spielerische Bewegungsabläufe nutzen. Die Überlagerung unterschiedlicher Nutzungen macht diese Orte zu einer dynamischen Bewegungslandschaft, die körperliche Aktivität und die Begegnung verschiedener Altersgruppen fördert.
Im Norden öffnet sich der Park zur Nordpromenade und zum Seepark.
Der fließende Übergang verbindet die neue Landschaft mit den Freiräumen des umliegenden Quartiers und bildet eine Schnittstelle zwischen unterschiedlichen Freiraumtypologien. Auch die Haltestellen der Straßenbahn sind in die Freiraumgestaltung integriert und stärken die Verzahnung von Mobilität und Landschaft.
Mit sanft ausgebildeten Böschungen und fließenden Übergängen fügt sich der Park harmonisch in die bestehenden Höhenverhältnisse ein und entwickelt vom westlichen Zugang bis zum Seepark eine subtile, durchgehende Geländebewegung. Die modellierte Topografie gliedert den Freiraum nicht nur auf natürliche Weise und sonder übernimmt zugleich wichtige klimaökologische Funktionen. Die Senken dienen bei Starkregen als Retentionsflächen und tragen zur nachhaltigen Regenwasserbewirtschaftung bei.