Die Umgestaltung der verlängerten Hertzallee greift die historische Bedeutung der universitären Achse auf und interpretiert sie als zeitgemäßen blau-grünen Korridor, der den Alltag auf dem Campus strukturiert und belebt.
Das Gestaltungskonzept basiert auf einem durchgehenden Granitband, das sich entlang der gesamten Anlage erstreckt und an den historischen Verlauf der ehemaligen Kurfürstenallee erinnert. Beidseits schafft ein zusammenhängender Basaltpflasterteppich eine einheitliche, ruhige Grundfläche, die Bewegung, Begegnung und Aufenthalt miteinander verbindet. Durch eine feine Gradation der Farbigkeit innerhalb des Pflasters entsteht eine subtile räumliche Tiefenwirkung, die die Linearität der Allee verstärkt und gleichzeitig unterschiedliche Bereiche entlang des Weges erzeugt. Die Übergänge zwischen helleren und dunkleren Tonwerten strukturieren den Raum, markieren Aufenthaltsbereiche und verleihen der gesamten Anlage eine zurückhaltende, aber präzise Lesbarkeit.
Die Freiraumstruktur der Allee weitet sich an ausgewählten Stellen auf und bildet eine Abfolge von Aufenthaltsräumen. Die speziell entwickelte Möbelfamilie aus Sitzgelegenheiten, Plattformen und Einfassungen schaffen regelmäßig Orte unterschiedlicher Größe zum Lernen, Verweilen und Austauschen.
Als integraler Bestandteil der räumlichen Komposition binden kontinuierliche Pflanzflächen den vorhandenen Baumbestand ein und ergänzen ihn durch neue Vegetation.
So entstehen Schatten, Biodiversität und Kontinuität entlang der Campusachse. Gleichzeitig sind die Vegetationsflächen Teil eines nachhaltigen Regenwassermanagements, welches die Versickerung und Speicherung von Niederschlagswasser direkt vor Ort ermöglicht. Belag, Vegetation und Möblierung prägen eine neue Identität der Hertzallee als offenen, barrierefreien und vielseitig nutzbaren Freiraum für ein angenehmes universitäres Umfeld.