Der Entwurf führt die bereits entwickelte räumliche und materielle Sprache des ersten Bauabschnitts konsequent fort.
So wird die Kontinuität der Baumallee, des Belagssystems sowie der charakteristischen farblichen Abstufungen entlang des Weges bewahrt. Der zentrale Streifen aus rasterförmig verlegten Granitplatten bildet gemeinsam mit den kleinformatigen Pflasterflächen die räumliche Struktur des Freiraums.
Der zweite Bauabschnitt ergänzt neue Aufenthaltsbereiche, Flächen zur Präsentation aktueller Forschungsprojekte, Fahrradstellplätze sowie ein von ZRS entworfenes Pavillongebäude, das als Treffpunkt innerhalb des Campus dient.
Parallel dazu wird die Regenwasserstrategie durch ein System aus unterirdischen Zisternen und Speicherelementen erweitert. Dieses ermöglicht die Sammlung und Wiederverwendung von Niederschlagswasser zur Bewässerung der Grünflächen. Trotz aller Eingriffe werden die historischen, wertvollen Belagsflächen katalogisiert, erhalten und nach denkmalpflegerischen Kriterien restauriert.
Vor Ort geschliffen.
Als erste Maßnahme dieses Bauabschnitts wurde das grinding des historischen Natursteinpflasters als Strategie des Re-Use und der Weiterverwendung der bestehenden Infrastruktur umgesetzt. Diese in situ angewandte Bearbeitungstechnik wird dabei erstmals in einem landschaftsarchitektonischen Projekt in Berlin als integraler Bestandteil von Entwurf und Umsetzung eines neuen öffentlichen Raumes eingesetzt.
Durch die gezielte Ertüchtigung der bestehenden Pflasteroberfläche konnte deren Barrierefreiheit deutlich verbessert werden, ohne den historischen Belag auszubauen und durch einen neuen zu ersetzen. Die denkmalgerechte Bearbeitung bewahrt den gestalterischen Wert des vorhandenen Natursteins und ermöglicht gleichzeitig eine zeitgemäße Nutzung des öffentlichen Raumes.
Der Ansatz verbindet damit Re-Use und funktionale Anpassung. Die Wiederverwendung des vorhandenen Materials reduziert den Ressourcenverbrauch und die damit verbundenen CO₂-Emissionen und verkürzt die Ausführungszeiten.
Noch im Bau befindlich, entwickelt sich der Ort stetig weiter.