Der Campus der TU Berlin entwickelt sich zu einer blau-grünen Infrastruktur.
Im Mittelpunkt dafür steht die Weiterentwicklung der bestehenden Freiräume und die logische Weiterentwicklung der Transformationsprozesse die durch die Neugestaltung der Hertzallee angestoßen werden. Ziel ist es, vorhandene Grünflächen zu erhalten und strategisch auszubauen sowie Regenwasser als Ressource auf dem gesamten Campus zu nutzen, anstatt es unmittelbar in die Kanalisation abzuleiten.
Das Konzept leitet sich dabei vom Schwammstadtprinzip ab, bei dem Regenwasser durch Zisternen, Retentionsflächen und naturnahe Feuchtgebiete zurückgehalten, gespeichert und verdunstet wird. Das gesammelte Wasser versorgt anschließend verdunstungsaktive Vegetationsflächen und trägt zur Kühlung des öffentlichen Raums sowie zur Stärkung des lokalen Wasserkreislaufs bei.
Das Projekt baut auf den bereits realisierten Freiraummaßnahmen auf.
Entlang der verlängerten Hertzallee, wo großflächige Entsiegelungen, Versickerungssysteme und der Erhalt des Baumbestands bereits umgesetzt wurden gliedert sich nun ClimateHOOD ein und erweitert dieses Konzept, indem zusätzlich Regenwasser von den angrenzenden Gebäudedächern gesammelt, gespeichert und für Bewässerung und Verdunstung genutzt wird.
Die Planung kombiniert ober- und unterirdische Wasserspeicher, Leitungs- und Bewässerungssysteme sowie klimawirksame Vegetationsflächen, die sensibel in den denkmalgeschützten Campus integriert werden. Gleichzeitig werden die technischen Prozesse des Wasserkreislaufs sichtbar gemacht und als Teil eines nachhaltigen und zukunftsfähigen Freiraumkonzepts erlebbar gestaltet.