KOKOMO

GIZ Campus, Bonn

Der GIZ-Campus in Bonn wird als räumliches Ökosystem verstanden, in dem sich Architektur, Landschaft und Kooperation miteinander verweben. Der Freiraum wird zu einer aktiven Infrastruktur für Austausch und Wissenstransfer und verbindet soziale und ökologische Systeme. Auf dem Campus wird die Landschaft nicht als ergänzendes Element verstanden, sondern als lebendiger Träger des Ortes.

© Jünemann & Schmitt 2019, „FOLIAGE SUMMIT“, künstlerische Gestaltung der Dachverglasung

Der GIZ-Campus wird von ineinandergreifenden Motiven geprägt, die die Idee der internationalen Zusammenarbeit räumlich übersetzen.

Der Gedanke des Zusammenkommens und der Kooperation bildet den Kern des Entwurfs. Auf dem Campus treffen Menschen, Kulturen, Wissen und Perspektiven aus aller Welt aufeinander. Der Entwurf schafft hierfür einen räumlichen Rahmen, der diese Vielfalt fördert und die Arbeit der GIZ sowohl intern als auch extern sichtbar macht.

Unter der Leitidee „maximales Grün“ wird der Freiraum als soziale und ökologische Infrastruktur verstanden. Die Reduzierung ausschließlich für Verkehr genutzter Flächen ermöglicht ein Netzwerk vielfältiger Räume für Austausch, Arbeiten im Freien, Präsentation von Inhalten und Rückzug. Dabei spielen Plattformen als Raumelemente eine besondere Rolle als flexible Orte der Aneignung.

Die neue Dachkonstruktion aus weißen vertikalen Streben und einem gläsernen, von einem Blätterdach inspirierten Dach verbindet den Alt- und Neubau zu einem zusammenhängenden Campus. Durch das Konzept des Unboxing können Projekte, Themen und Arbeitsweisen der GIZ aus dem Inneren nach außen treten und der Freiraum wird zu einer Plattform für Kommunikation und Zusammenarbeit.

© KOKOMO

Die Landschaft ist lokale Partnerin.

Ein ortsspezifisches Pflanzkonzept fördert die ökologische Vielfalt und schafft neue Lebensräume für unterschiedliche Arten. Ergänzend stärkt ein nachhaltiges Wassermanagement die Verbindung zwischen Architektur, Landschaft und natürlichen Ressourcen durch die Sammlung und Wiederverwendung des anfallenden Regenwassers.

Auch die Barrierefreiheit wird von Beginn an nach dem Prinzip des Design for All integriert. Statt nachträglich ergänzter Lösungen entsteht ein intuitiv nutzbarer Raum für alle Menschen. Die Gestaltung der Wege und die Materialität der Beläge mit taktilen Elementen und visuellen Kontrasten unterstützen Orientierung und selbstständige Nutzung.

So entsteht ein offener, inklusiver und ökologisch wirksamer Campus, in dem die Werte der Zusammenarbeit und Nachhaltigkeit durch die Landschaftsarchitektur räumlich erfahrbar werden.

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  • Ort
    Bonn
  • Team (Partner)
    KOKOMO
  • Auftraggeber / Bauherr
    Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit 
  • Status
    Realisiert
  • Leistung
    1 bis 5, 8
  • Typus
    Campus
  • Fläche
    12.000m2
  • Fertigstellung
    2020
  • Bausumme
    1.200.000 €