Zuhören bildete die Grundlage für alle Planungsschritte.
Die Neugestaltung der Schillerpromenade und des Herrfurthplatzes wurde von Beginn an durch einen umfassenden Beteiligungsprozess begleitet. Ziel war es, die Erfahrungen, Bedürfnisse und Ideen der Menschen aus dem Quartier frühzeitig in die Planung einzubeziehen und den öffentlichen Raum gemeinsam weiterzuentwickeln.
Beteiligung wurde dabei nicht als einzelner Termin verstanden, sondern als kontinuierlicher Prozess des Austauschs zwischen Anwohnenden, Kindern und Jugendlichen, lokalen Initiativen, Verwaltung und dem Planungsteam. Dabei wurden alltägliche Erfahrungen, bestehende Qualitäten, Herausforderungen und Wünsche für die zukünftige Entwicklung der Schillerpromenade und des Herrfurthplatzes gesammelt.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Einbindung von Kindern und Jugendlichen. Deswegen wurde Im Januar 2025 wurde im Rahmen des Programms „Familienzeit“ in der Genezarethkirche ein erstes Beteiligungsformat speziell für Kinder und Familien durchgeführt. Wenige Tage später wurde dann auch das Kinder- und Jugendparlament Neukölln (KiJuPa) in den Planungsprozess einbezogen. Die Perspektiven der Kinder und Jugendlichen lieferten wichtige Impulse im Bezug auf Grün und Ökologie, Spielen und Erholen, Gemeinschaft und Mobilität und flossen so in den weiteren Planungsprozess ein.
300 Ideen.
Im Februar 2025 fand anschließend eine große öffentliche Beteiligungsveranstaltung in der Genezarethkirche am Herrfurthplatz statt. Neben den rund 300 Teilnehmenden vor Ort, beteiligten sich weitere Interessierte über die digitale Plattform mein.berlin.de. In verschiedenen Gesprächs- und Arbeitsformaten wurden die ersten Planungsideen vorgestellt und gemeinsam diskutiert. So entstand Raum für Austausch, Rückfragen und konkrete Hinweise zur zukünftigen Gestaltung der Freiräume. Die gesammelten Beiträge wurden dokumentiert, ausgewertet und hinsichtlich ihrer räumlichen, technischen und gestalterischen Umsetzbarkeit geprüft.
Auf Grundlage der bisherigen Beteiligungsergebnisse wurden die Entwürfe weiterentwickelt und in einer öffentlichen Werkstatt erneut mit der Nachbarschaft diskutiert. Dabei konnten sich Anwohner:innen direkt mit dem Planungsteam austauschen, den aktuellen Stand der Planung kennenlernen und Rückmeldungen zu verschiedenen Themenbereichen geben. Der offene Charakter der Werkstatt ermöglichte einen niedrigschwelligen Zugang und förderte den direkten Dialog zwischen Planung und Quartier.