KOKOMO

Schillerpromenade / Herrfurthplatz Berlin - Grinding

Bestehendes wird transformiert, nicht ersetzt.

Durch den Feinschliff oder das “grinding” des historischen Natursteinpflasters wird der vorhandene Straßenbelag an die neuen Anforderungen des Radverkehrs angepasst und zugleich die materielle Identität des Ortes bewahrt.

© Jacqueline Schulz

Der Herrfurthplatz im Feinschliff.

Im Rahmen der Transformation der Schillerpromenade ist die Bearbeitung des bestehenden Pflasters durch das grinding Teil der Strategie, die Fahrradstraßen an die heutigen Anforderungen der Mobilität anzupassen. Ziel der Maßnahme war es, die Befahrbarkeit für den Radverkehr durch das Abschleifen der Pflasteroberfläche zu verbessern und gleichzeitig den historischen Bestand zu erhalten.

In Zusammenarbeit mit Fräsdienst Feind wurde ein Feinschliff direkt auf dem vorhandenen Natursteinpflaster durchgeführt. Die Unebenheiten der Steinoberflächen werden dabei kontrolliert abgetragen, Höhendifferenzen zwischen den einzelnen Steinen reduziert und eine gleichmäßige, glatte Oberfläche hergestellt. Großer Vorteil der beiden Schleiffvorgänge ist die In-Situ Bearbeitung. Ganz ohne komplexe Straßenbaumaßnahmen setzt die Maschine direkt auf dem Bestand an und erlaubt so eine sehr schnelle und kostengünstige Umsetzung.

Minimalinvasiv, zeigt die Maßnahme das Potenzial, bestehende Pflasterstraßen durch präzise, vor Ort angewandte Transformationstechniken an die Mobilität von heute anzupassen. Dabei verbessert sich der Fahrkomfort für Fahrräder und die Erschütterungen während der Fahrt werden reduziert.

Zum Hauptprojekt

Schillerpromenade / Herrfurthplatz Berlin