Landschaftsbezug bis in den Schwarzwald.
Das Projekt schlägt die Transformation des Schlossbergs in einen durchgängigen urbanen Park vor, der das grüne Herz Pforzheims zurückgewinnt und die Beziehung zwischen Landschaft, Denkmalbestand und öffentlichem Raum neu definiert. Der Rückbau der ehemaligen vierspurigen Schlossbergstraße ermöglicht die Wiederherstellung der städtischen Kontinuität und die Ausbildung einer neuen Zentralität, in der der Freiraum zum maßgeblichen strukturierenden Element der Stadt wird.
Gegliedert wird der Schlossberg in vier komplementäre Bereiche. Der Kirchberg, das Parkband, der Schlossgarten und der Hügel der Jugend bilden jeweils eigenständige Charaktere aus und sind zugleich durch eine übergeordnete landschaftliche Strategie verbunden. Wegeführungen, Terrassen, Naturbereiche und neue öffentliche Programme stärken die Verbindungen zwischen Bahnhof und historischer Innenstadt inkl. Schlossbergkirche, während gleichzeitig die Blickbeziehungen zum Schwarzwald aufgewertet werden.
Vor Ort entwickelt.
Gemeinsam im Werkstattverfahren entwickelt, basiert der Eingriff auf einer zurückhaltenden Anpassungsidee, in der der Erhalt der bestehenden Landschaft mit selektiven Umnutzungen und kleinteiligen neuen Baukörpern kombiniert wird.
Einrichtungen wie das Stadtlabor, das Haus der Jugend und das Kreativquartier führen neue kulturelle, bildungsbezogene Nutzungen ein, die die urbane Intensität des Parks erweitern. Die adaptive Weiterverwendung des Bestands sowie flexible Programmstrukturen ermöglichen eine ganztägige Aktivierung des Ortes und fördern unterschiedliche Formen der Aneignung.
Mehr als ein Park versteht sich die Grüne Mitte als neues Modell urbaner Zentralität, in dem Natur, Architektur und öffentliches Leben als integriertes System wirken. Die Landschaft wird vom Nebenraum zum strukturierenden Element der Stadt und verbindet Erinnerung und Innovation.