Der Sport- und Bewegungspark Hürth versteht sich als eine zusammenhängende Landschaft, die Bewegung, Ökologie und soziales Leben zusammenführt.
Die zwei strukturierenden Ringe gewährleistet nicht nur Orientierung und Erschließung, sondern macht Bewegung selbst zur räumlichen Erfahrung und verknüpft Sport, Spiel und Natur zu einer gemeinsamen landschaftlichen Logik.
Das Zentrum dieses Systems bildet der Zwillingsplatz (das Om), ein großzügiger Verknüpfungsraum, der sämtliche Wege und Ebenen des Parks miteinander verbindet. Er fungiert im Alltag als Ort des Aufenthalts und als flexible Infrastruktur, die sich für größere Veranstaltungen nutzen lässt. Von hier aus werden die unterschiedlichen Parkbereiche miteinander verbunden und bestehende sowie neue Elemente erreicht.
Ein zweites zentrales Element ist die ehemalige Radrennbahn (das Omnium), die als großzügiger landschaftlicher Freiraum erhalten und durch minimale, präzise Eingriffe neu interpretiert wird. Die historische Topografie bleibt als räumliche Grundlage bestehen, während neue programmatische Ebenen für Sport, Veranstaltungen und Aufenthalt anpassungsfähig ergänzt werden.
Wasser wird als zentrale Ressource des Systems verstanden.
Anstatt es abzuleiten, wird Regenwasser zurückgehalten, versickert und für Bewässerung, Verdunstungskühlung sowie perspektivisch weitere Nutzungen im Park und seinem Umfeld eingesetzt. Damit stärkt der Entwurf den Kreislaufgedanken und integriert natürliche Prozesse als selbstverständlichen Bestandteil des öffentlichen Raums.
Der Entwurf baut auch auf dem Erhalt des wertvollen Baumbestands sowie auf der schrittweisen Umwandlung des Pappelbestands in einen klimaresilienten Laubmischwald auf und entwickelt daraus eine vielfältige ökologische Struktur. Entlang der Ringwege entsteht zudem ein Band der Stadtökologie, das Saumbiotope stärkt, Biodiversität fördert und neue Lebensräume schafft. Die Landschaft wird so selbst zu einer aktiven ökologischen Infrastruktur.
Parallel dazu organisiert das Wegesystem ein vielfältiges Angebot an Sport- und Bewegungsräumen, das bestehende Nutzungen erweitert und inklusive, generationenübergreifende sowie barrierearme Angebote schafft. Entlang der Ringe entstehen unterschiedliche Situationen für Begegnung, Spiel und Bewegung, die unmittelbar mit der Landschaft verknüpft sind.
In seiner Gesamtheit versteht der Entwurf den Sportpark Hürth als Organismus im ständigen Kreislauf. Freiraum, in dem gesellschaftliche Infrastruktur und Natur sich gegenseitig stärken und in einem offenen, anpassungsfähigen und zukunftsfähigen System zusammenwirken.